Mittwoch, 28. Januar 2015

Liebe


Guten Morgen meine lieben Leser und alle Interessierte,

habt ihr euch auch schon einmal gefragt, was LIEBE ist?
Was ist DAS doch für ein großes Wort ... LIEBE!
Wikipedia interpretiert Liebe folgendermaßen:

Liebe ist im Allgemeinen die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung und  Wertschätzung, die ein Mensch einem anderen entgegenzubringen in der Lage ist. Der Erwiderung bedarf Liebe nicht.
Nach engerem und verbreitetem Verständnis ist Liebe ein starkes Gefühl, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einem anderen, die den Zweck oder Nutzwert einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tägliche Zuwendung  zum anderen ausdrückt. Hierbei wird zunächst nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienbundes (Elternliebe, Geschwisterliebe) oder um eine Geistesverwandtschaft handelt Freundschaftsliebe oder Partnerschaft, oder aber um ein körperliches Begehren gegenüber einem anderen Menschen (geschlechtliche Liebe). Dieses Begehren ist eng mit Sexualität verbunden, die jedoch nicht unbedingt auch ausgelebt zu werden braucht (vgl. platonische Liebe). Liebe wird von der zeitlich begrenzten Phase der Verliebtheit unterschieden.


Konfuzius sagt: 
"Was du liebst lass frei. Komt es zurück, gehört es dir - für immer!"

Tolstoi sagt: 
"Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden. Aber man kann nicht ohne Liebe mit Menschen umgehen."


Nun mal Butter bei die Fische ... wie wir Norddeutschen gerne zu sagen pflegen. Die Liebe ist so alt wie die Menschheit. Doch warum  verlieben wir uns überhaupt? Dieses Phänomen beschäftigt Wissenschaftler seit jeher. 
Forscher glauben, dass Männer und Frauen bei der Partnerwahl einem angeborenen Urzeitprogramm folgen: Männer suchen sich junge, fruchtbare Frauen mit gutem Aussehen. 
Frauen hingegen suchen sich laut Wissenschaft große, starke Kerle, die in der Lage sind, ihre Familie zu ernähren und sie zu beschützen. Diese primitiven Schlüsselreize haben sich im Lauf der Evolution offensichtlich als biologisch sinnvoll erwiesen um den idealen Partner zu finden und, um gesunden Nachwuchs zu produzieren.
Meiner Meinung nach können diese äußeren Eckpfeiler doch nicht wirklich alles sein?! Immerhin verliebt sich nicht jede Frau in jeden breitschultrigen, großen Mann ... und nicht jeder Mann verliebt sich in jede hübsche Frau. 
Tatsächlich ist es erwiesen, dass äußere Faktoren wie gutes Aussehen und Status zwar unsere Aufmerksamkeit auf das Individuum unseres Begehren lenkt, diese erzielte Aufmerksamkeit jedoch nicht das Geheimnis unserer Gefühlswallungen ist. Dafür sind nämlich ganz andere Botenstoffe zuständig. Unsere Hormone. Unromantisch aber wahr - sich in jemanden zu verlieben, ist nämlich zunächst ein biochemischer Vorgang. Unsere Sinne verarbeiten die Eindrücke rasend schnell. Genau genommen reichen uns drei Sekunden, um unser Gegenüber als "brauchbar" einzustufen. Wenn das Objekt der Begierde in unser unterbewusstes Beuteschema passt, tanzen unsere Hormone Cha Cha Cha! Des Weiteren fängt das größte Sexualorgan des Menschen an, auf Hochtouren zu arbeiten. Unser Gehirn ist im Schnitt 1.400 Gramm schwer und eben dieses sonderbare Organ bildet die Ausgangsbasis eines jeden Liebesglücks. Ob wir für die Reize eines anderen Menschen empfänglich sind, darüber entscheiden alleine bestimmte Botenstoffe.
Das menschliche Gehirn besitzt Schätzungen zufolge etwa 100 Milliarden Nervenzellen auch Neuronen genannt, die durch etwa 100 Billionen Synapsen eng miteinander verbunden sind. Durchschnittlich ist ein Neuron demzufolge mit 1000 anderen Neuronen verbunden und könnte von jedem beliebigen anderen Neuron in höchstens vier Schritten erreicht werden. Allerdings gibt es lokal deutliche Abweichungen von diesem Mittelwert. Im Vergleich dazu hat der Cortex einer Maus etwa 8 Millionen Neuronen mit jeweils 8.000 Synapsen. Ein Grundprinzip der Organisation des Gehirns ist die topologische Abbildung das heißt, was nebeneinander auf dem Körper liegt, wird im Gehirn in den zuständigen Arealen auch nebeneinander verarbeitet.
Obwohl die Erregungen ausschließlich durch die Neuronen geleitet werden, sind mehr Gliazellen tätig. Diese sind leichter und einfacher gebaut als Neuronen. Die Masse des Gehirns wird jeweils zur Hälfte durch Glia- und Nervenzellen ausgemacht. Der Begriff „Gliazelle“ leitet sich vom griechischen Wort für Leim ab, ursprünglich nahm man an, dass die Gliazellen die Nervenzellen verkleben und so die Stabilität des Nervengewebes vermitteln. Mittlerweile hat man herausgefunden, dass ihre Funktion weit darüber hinausgeht: sie ermöglichen Nervenzellen eine rasche Signalweiterleitung, versorgen sie mit Nährstoffen, nehmen ausgeschüttete Botenstoffe auf und führen sie wiederaufbereitet zurück und sind an den physiologischen Barrieren wie der Blut-Hirn und der Blut-Liquor-Schranke beteiligt. Durch sie werden aktiv die synaptischen Verbindungen zwischen Neuronen und dadurch die Erregungsleitungen verändert.

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Einer der Liebesbotenstoffe ist Dopamin. Das natürliche Aufputschmittel macht euphorisch und lenkt unsere Aufmerksamkeit auf angenehme und erfreuliche Dinge des Lebens. Umgekehrt führt ein geringer Dopaminspiegel zu Lust- und Antriebslosigkeit. Der Dopamingehalt von Verliebten ist stark erhöht. Es verwundert daher nicht, dass Verliebte mit einem Dauergrinsen durch die Gegend laufen und ständig fröhlich sind. Eine weitere Folge dieses Glückshormons ist der Tunnelblick. Alles um die Verliebten herum wird zur Nebensache erklärt. Die Verliebten haben nur noch Augen für den Partner. Sprich, Mann/Frau sieht nur noch Rosarot und schwebt auf einer Wolke des Glücks und der Glückseligkeit. Doch aufgepasst … Frischverliebte leiden an Serotoninmangel. Normalerweise sorgt ein ausgeglichener Serotoninspiegel für Ausgeglichenheit und innere Ruhe. Frisch Verliebten fehlt  dieses Hormon allerdings fast völlig. Der Serotoningehalt Verliebter ist so niedrig wie bei psychisch Erkrankten. Macht Liebe krank? Aus wissenschaftlicher Sicht sind Verliebte tatsächlich suchtkrank. Überraschend ist, dass das Hormon Serotonin als Glückshormon bekannt ist.. Wie ist es somit möglich,  dass es ausgerechnet Verliebten an Serotonin mangelt? Wissenschaftler sind der Ansicht, dass Liebende sich ähnlich wie Zwangsneurotiker verhalten. Auch Verliebte können sich stundenlang einzig ihrem Partner widmen. Erst wenn das Verliebtsein zur Liebe übergeht, normalisiert sich der Serotoninspiegel wieder. Doch vergessen wir die Endorphine nicht. Die Endorphine stehen in Verbindung mit der Produktion der Sexualhormone und werden mitverantwortlich gemacht für die Entstehung von auftretenden Euphorien.

Der Endorphinhaushalt kehrt circa nach zwei Jahren wieder auf normal null zurück. Sodann sehen wir unseren Partner nicht mehr in Rosarot und Himmelblau. Die Verliebtheit schwenkt bestenfalls in Liebe um.

Als ob das Gefühlschaos nicht schon perfekt wäre, kommt noch ein weiteres "Rauschhormon" hinzu. Steht einem die/der Auserwählte gegenüber, bedeutet das zunächst für unseren Körper Stress pur. Die Knie werden weich und fangen an zu zittern. Uns bleibt förmlich die Luft weg, unser Herz rast, und wir fühlen uns wie kurz vor einem Zusammenbruch. Zu verdanken haben wir dieses "Leid" dem in der Nebenniere produzierten Adrenalin. Die chemischen Reaktionen sind ähnlich wie die in einer Angriffs- oder Fluchtsituation, nur, dass es sich bei Verbliebten und dem Verliebtsein um einen positiven Stress handelt.

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Doch werden wir mal wieder romantisch!
Meiner Meinung nach lebt die Liebe vom Geben. Lieben und geliebt werden!
Das bedeutet im Umkehrschluss: 
wir sollten uns täglich um unseren Partner bemühen. Wir sollten dafür sorgen, dass seine Bedürfnisse nicht zu kurz kommen.
Für das Gelingen einer Partnerschaft ist entscheidend, dass wir  uns einig sind in unseren Erwartungshaltungen und Vorstellungen.
Natürlich müssen wir bereit sein, das eine oder andere Bedürfnis des anderen auch zu befriedigen. Wir müssen uns auf den anderen einlassen.
Erwartungen und Lebensziele können sich sicherlich im Laufe der Partnerschaft ändern. Sodann sollten wir nach einem neuen Konzept suchen, das beiden Zufriedenheit bringt.
Was bedeuten meine Worte nun für eine Partnerschaft? 
Sie bedeuten das eine Beziehung nur funktioniert, wenn beide Seiten bereit sind, zu geben, wenn beide Seiten bereit sind, hin und wieder zurückzustecken und beide Seiten bereit sind, Kompromisse zu machen. 
Merke: Eine gute Liebesbeziehung ist keine Einbahnstraße.
Liebe ist, wenn man dafür sorgt, dass es dem anderen gut geht.
Liebe ist, wenn man dem Partner zuliebe ab und zu auf seine eigenen Wünsche verzichtet.

Liebe ist nicht auf Biegen und Brechen mit dem Kopf durch die Wand zu laufen.
Liebe ist, wenn man in guten wie in schlechten Zeiten zusammenhält.
Liebe ist, wenn man sich auf die positiven Seiten des Partners konzentriert und weniger auf die negativen ...
Liebe ist, den Partner mit all seinen Schwächen und Stärken zu lieben.
Mit anderen Worten:

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Liebe ist das, was man aus einer Partnerschaft macht.  
Liebe ist ein wichtiger Bestandteil eines erfüllten gemeinsamen Lebens. 

Eine Blume braucht Sonne, um Blume zu werden. 
Ein Mensch braucht Liebe, um Mensch zu werden.
Phil Bosmans

katholischer Ordenspriester (1922-2012)

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Vergesst NIEMALS! EIN LEBEN OHNE Liebe ...
macht verdrießlich

Verantwortung ohne Liebe
macht rücksichtslos

Gerechtigkeit ohne Liebe
macht hart

Wahrhaftigkeit ohne Liebe
macht kritiksüchtig

Klugheit ohne Liebe
macht betrügerisch

Freundlichkeit ohne Liebe
macht heuchlerisch

Ordnung ohne Liebe
macht kleinlich

Sachkenntnis ohne Liebe
macht rechthaberisch

Macht ohne Liebe
macht grausam

Ehre ohne Liebe
macht hochmütig

Besitz ohne Liebe
macht geizig

Glaube ohne Liebe
macht fanatisch
wird Lao-Tse zugeschrieben

chinesischer Philosoph (ca. 3.-5. Jahrh. vor Chr.)

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